Entwicklungen und Trends der Eventbranche 2025/2026

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Die Eventbranche 2025/2026 – Ein Überblick über den Markt und wichtige Entwicklungen, die die Zukunft prägen werden

Die Eventbranche befand sich 2025 in einem tiefgreifenden Wandel. Der Markt ist budgetsensibel und stärker fragmentiert als je zuvor. Besonders große Unternehmen reduzierten Veranstaltungen. Das zeigen aktuelle Studien aus Europa, der internationale MICE Sektorreport und eine Umfrage von Hirschfeld. Grundsätzlich ist ein Seitwärttrends vorherrschend mit weniger großformatigen, komplexen Events und verstärkten Fokus auf kleinere Teamveranstaltungen.

Während viele Eventplaner von „Unsicherheit“ sprechen, zeichnet sich eigentlich etwas anderes ab: eine strukturelle Neuausrichtung des Marktes, ausgelöst durch wirtschaftliche Zwänge, technologische Beschleunigung und veränderte Erwartungen der Teilnehmenden.

In diesem Artikel fasse ich die drei zentralen Trends zusammen, die ich im Event Business erlebt habe – und ordne sie strategisch ein.

1. Der Budgetschock: Kleine Formate, große Effekte

Kleinere, günstigere Formate setzen sich branchenweit durch. Große, komplexe Veranstaltung mit mehreren Tausenden Teilnehmern sind seltener geworden. Der Markt für kleinere Teamevents und Veranstaltungen ist nach wie vor vorhanden.

👉 Nicht mehr die Größe eines Events definiert seinen Wert, sondern die Relevanz.
👉 Kunden suchen weniger „Wow“ – und mehr „Wirksamkeit“.

2. Technologie & KI: Die leise Revolution im Hintergrund

2025 war das Experimentierjahr, 2026 wird das Implementierungsjahr für KI. KI wird in 2026 zur „unverzichtbaren Assistenz“. Automatisierung verkürzt Planung und Kommunikation. Ich als Zauberer und spüre diese Veränderungen im Google‑Sichtbarkeitsmix durch KI‑Antworten und neue Suche der Eventplaner durch KI, welche die Auffindbarkeit von Künstlern anders gestatlet, als über Google.

3. Nachhaltigkeit & Verantwortung: Langsam, aber stetige Zunahem der Relevanz

Auch wenn Nachhaltigkeit gefühlt wieder etwas in den Hintegrund gerutscht ist, so wird doch verstärkt Wert auf regionale Lieferketten, CO2-Ausgleichsmaßnahmen und Zero-Waste Konzepte gelegt. Dies lässt sich in den verschiedensten Aspekten berücksichtigen: Material, Logistik, Catering, Mobilität, Eventarchitektur.

Wie geht es 2026 weiter?

Interessant ist die Diskrepanz: Während einige Studien optimistisch ins Jahr 2026 blicken, gibt es Umfragen, die eher pessimistischer planen und mit einem Seitwärtstrend rechnen. Laut Grandviewer Research wächst der deutsche MICE‑Markt (MICE steht für Meetings, Incentives, Conventions and Exhibitions) langfristig mit einem CAGR, also einer jährlichen Wachstumsrate von 11,5 % und bleibt einer der stärksten in Europa. Quelle: Grandviewrresearch

Meine Einordnung:

Der kurzfristige Pessimismus ist rational – der langfristige Optimismus ist datenbasiert.
Die Branche wird technologischer und professioneller.
Wachstum entsteht dabei nicht durch Masse, sondern durch Relevanz.

Was Anbieter jetzt tun sollten – ein persönlicher Blick auf die nächsten Schritte

Wenn ich mit Anbietern aus der Branche spreche, spüre ich oft denselben Mix aus Pragmatismus und Erschöpfung. Viele wissen genau, dass sie sich verändern müssen – ihnen fehlt aber nicht der Wille, sondern schlicht die Luft im Tagesgeschäft und der Weitblick. Und genau deshalb lohnt es sich, den Blick wieder etwas zu heben und sich zu fragen: Was braucht mein Angebot wirklich, damit es im neuen Marktumfeld bestehen kann?

Ein erster Schritt besteht darin, das eigene Portfolio ehrlich zu überprüfen. Viele Formate, die jahrelang zuverlässig liefen, funktionieren heute schlicht nicht mehr so gut. Oft sind es die einfachen, aber sauber durchdachten Konzepte, die heute am meisten überzeugen.

Genauso wichtig ist es, das Thema Preisgestaltung offensiv anzugehen. Viele Anbieter trauen sich noch nicht, Preisentwicklungen transparent zu erklären – dabei ist es genau das, was Kunden aktuell brauchen. Wenn man offen darlegt, warum bestimmte Leistungen teurer geworden sind, schafft man Verständnis und Vertrauen. Und es ermöglicht, gemeinsam intelligente Alternativen zu entwickeln, statt krampfhaft am günstigsten Angebot zu konkurrieren.

Was man heute kaum ignorieren kann: KI wird in der Eventproduktion nicht verschwinden, sondern im Hintergrund still und kräftig mitarbeiten. Es geht nicht darum, menschliche Kreativität zu ersetzen – im Gegenteil. Wer KI für repetitive Aufgaben nutzt, schafft Freiraum für die Dinge, die echte Qualität ausmachen: Beratung, Konzept, Feinjustierung. Viele Anbieter unterschätzen, wie sehr KI die alltäglichen Prozesse erleichtern kann – vom Erstellen von Angeboten bis hin zu individuellen Showformaten, die auf den Kunden zugeschnitten sind. Ich nutze KI bereits gerne, um meine Zaubereffekte zu personalisieren, Hintergrundinfos zu recherchieren und neue Shows zu konzipieren.

Und dann ist da die Nachhaltigkeit. Nicht als Marketingfolie, sondern als echter Bestandteil guter Arbeit. Kunden merken, ob jemand sich aus Überzeugung mit dem Thema beschäftigt – oder nur, weil es gerade erwartet wird. Ich reise zwar mittlerweile an alle größeren Veranstaltungsorte mit der Bahn, fliege aber dennoch recht häufig zu Auftritten und bin selbst auch auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs. Für die Flugreisen kompensiere ich den CO2- Ausstoß deshalb beispielsweise schon seit einigen Jahren.

All diese Veränderungen wirken auf den ersten Blick groß. Doch der rote Faden ist überraschend einfach: Die Branche bewegt sich gerade vom „Mehr, schneller, größer“ hin zu „besser, klarer, authentischer“. Und wer bereit ist, diesen Weg mitzugehen, wird feststellen, dass viele dieser Schritte nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit stärken – sondern auch das eigene Arbeiten wieder leichter, strukturierter und erfüllender machen.

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